Google
This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project
to make the world's books discoverable online.
It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject
to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that's often difficult to discover.
Marks, notations and other marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the
publisher to a library and finally to you.
Usage guidelines
Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying.
We also ask that you:
+ Make non- commercial use of the files We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for
personal, non-commercial purposes.
+ Refrain from automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machine
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the
use of public domain materials for these purposes and may be able to help.
+ Maintain attribution The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it.
+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can't off er guidance on whether any specific use of
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner
anywhere in the world. Copyright infringement liability can be quite severe.
About Google Book Search
Google's mission is to organize the world's information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers
discover the world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll text of this book on the web
at http : / /books . qooqle . com/
Google
Über dieses Buch
Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde.
Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch,
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist.
Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin-
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat.
Nutzungsrichtlinien
Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen.
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien:
+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden.
+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen
unter Umständen helfen.
+ Beibehaltung von Google -Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht.
+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein,
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben.
Über Google Buchsuche
Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen.
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http : //books . google . com durchsuchen.
Zur Lautlehre
der
altenglischen
Ortsnamen im
Domesday ...
Max Stolze
LIBRARY
OK THE
University of California.
Ol KT OF
Gass
1
Digitized by
Digitized by Google
Digitized by
Google
Digitized by ^
/Google
f
Digitized by
Google
Zur Lautlehre der altenglischen Ortsnamen
im Domesday Book.
Inaugural-Dissertation
zur
Erlangung der Dootorwürde
von der
philosophischen Facultät
der
Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
genehmigt
und
nebst den beigefügten Thesen
öffentlich zu verteidigen
am
33. Juli 1002
von
Max jjtolze
aus Berlin.
Opponenten:
Herr cand. phil. Gustav Becker.
„ cand. phil. Ernst Foss.
„ cand. phit-fiiefeLC d Sievers.
BERLIN.
1902.
Druck von Carl Salewski, Berlin C, Neue Friedrichstr. 44.
Digitized by
3> 7s 7
Mit Genehmigung der Hohen philosophischen Fakultät gelangt
in der vorliegenden Dissertation nur ein Teil der eingereichten
Arbeit zum Abdruck. Die ganze Abhandlung wird demnächst
im Verlag von Mayer & Müller in Berlin erscheinen.
Digitized by
0<L& —
Meinen lieben Eltern.
Digitized by
Google
Digitized by
Google
Einleitung.
'Domesday Book' ist der Name jenes nationalen Grund-
buches von England, das auf Geheiss Wilhelms des Er-
oberers 1086 zusammengestellt wurde, und das zum Zweck
der Besteuerung über den Wert der darin beschriebenen
Ländereien sowie über die Besitzverhältnisse in ihnen
Auskunft geben sollte. In knapper und schwer zugäng-
licher Form lateinischer Statistik entrollt uns das gewaltige
Werk ein Bild von England zu jener einschneidenden
Epoche in seiner Geschichte, da auf alter Grundlage ein
neuer Staat sich erhob: es ist dadurch für den Historiker
eine Quelle ersten Ranges und eine fast unerschöpfliche
Fundgrube der Belehrung geworden.
Das Material zu dem bedeutsamen Unternehmen war
durch Kommissionen beschafft worden, die mit königlicher
Vollmacht ausgestattet in den einzelnen Grafschaften um-
herzogen und ihre Erhebungen anstellten. Aus jeder
Hundertschaft, zu der die Abgesandten des Königs kamen,
beschieden sie acht Vertrauensmänner (juratores) vorsieh:
diese hatten auf ihren Eid gewissenhafte Auskunft zu er-
teilen auf die Fragen, die man ihnen vorlegte; ihre Aus-
sagen wurden zu Protokoll genommen. Von diesen schrift-
lichen Aufzeichnungen der Kommissionsbeamten ist uns
* Zur Einleitung wurden benutzt: Gross, Sources and Litte-
rature of Englisk History, London 1900. — Freeman, History of
the Norman Conquest, V. — Round, Feudal England, London 1895.
— Domesday Studies, ed. Dove, London 1888/91. — Maitland,
Domesday Book and Beyond, Cambridge 1897.
1
Digitized by
in der Urschrift nichts erhalten, doch besitzen wir einige
Werke, die den Originalen z. T. sehr nahe stehen. Dies
sind :
1. Die sog. 'Inquisitio Comitatus Cantabrigiensis', eine
unvollkommene Abschrift der Protokolle, die sich auf
Cambridgeshire beziehen. Die Hds. stammt aus dem Ende
des 12. Jahrhunderts.
2. Die sog. 'Inquisitio Eliensis\ ein Bericht über die
Besitztümer der Abtei Ely in Cambridgeshire, Suffolk u. a.
Grafschaften. Das Original dieses Werkes, das z. T. die
ursprünglichen Aufzeichnungen der Kommission kopiert,
z, T. auf Little Domesday (vgl. u.) zurückgeht, besitzen
wir nicht, wohl aber drei Abschriften aus dem Ende des
12. Jahrhunderts.
3. Das sog. 'Exon Domesday', ein Bericht über Corn-
wall, Devonshire und Ländereien in Somerset, Dorset und
Wiltshire. Das Werk staipmt wie Domesday Book aus
dem Jahre 1086; es geht direkt oder indirekt auf die
Protokolle zurück.
Die Kommissionsberichte, deren Spuren wir in den
eben genannten Werken noch begegnen, wurden gesammelt
und einer Redaktion unterworfen, wobei man die ursprüng-
liche Ordnung der Angaben nach Hundertschaften aufgab
und nach tenentes in capjte einteilte, d. h. unter dem
Namen eines höheren Lehnsherrn sämtliche ihm ange-
hörigen Güter vereinigte, gleichgültig, in welcher Hundert-
schaft sie lagen. Diese Redaktion ist das Domesday Book,
genauer 'Exchequer Domesday', wie es zum Unterschied
von dem an dritter Stelle genannten Werk bezeichnet
wird. Es besteht aus zwei Pergamentbänden aus dem
Jahre 1086. Exchequer I (Great Domesday) ist ein Folio-
band von 382 Blättern; er enthält Berichte über dreissig
Grafschaften, d. h. über sämtliche, die überhaupt auf-
genommen wurden, ausser Essex, Norfolk und Suffolk.
Letztere drei Grafschaften ünden sich vereinigt in Ex-
chequer II (Little Domesday), einer Pergamenthds. von
450 Blättern in Kleinfolioformat. Die Eintragungen von
EJxch. II unterscheiden sich wesentlich von denen in
Exch. I : sie sind inhaltreicher, weniger zusammenredigiert
und den Originalen näher stehend. Dies Auseinander-
fallen beider Hdss. nach Form und Inhalt erklärt Round
neuerdings mit grosser Wahrscheinlichkeit durch die An-
nahme, Exch. II gehe zeitlich Exch. I voraus: ersteres sei
eine noch ziemlich unbeholfene Anfangsarbeit, letzteres
eine ungleich geschicktere Fortsetzung nach einem neuen,
tibersichtlicheren Plan. Auf Ersuchen des Oberhauses im
Jahre 1767 gab Georg III. Befehl zur Veröffentlichung
des ganzen Werkes, die 1783 erfolgte (Domesday Book
seu Liber Censualis Wilhelmi Primi regis Angliae, ed.
Abraham Farlcy). Seither sind von einzelnen Grafschaften
facsimilierte Ausgaben erschienen (Domesday Book, photo-
zincographed facsimile. 33 [35] pts. Ordinance Survey
Office, Southampton, 1861—64.).
Domesday Book ist, wie schon angedeutet, lateinisch
geschrieben und nur ganz selten einmal floss den norman-
nischen Schreibern resp. Redaktoren ein französisches Wort
in die Feder (vgl. Hildebrand, Zts. f. rom. Phil. VIII, 324).
Dennoch bietet das Werk für die Philologie reiches Material
in der Fülle der hier aufgezeichneten Namen englischer Ort-
schaften sowie ihrer französischen und englischen Besitzer.
Auf seinen Wert für die romanische Sprachwissenschaft
wies Suchier hin, der aus ihm den Diphthong ue zum
ersten Mal belegte (Zts. f. rom. Phil. II, 290). Hildebrand,
Zts. f. rom. Phil. VIII, 321 ff., stellte Nachforschungen an
über das romanische Element in Domesday und fand frühe
Beispiele für Thatsachen der französischen Lautlehre. Ein
Versuch, das Grundbuch für die englische Sprachwissenschaft
nutzbar zu machen, soll in der vorliegenden Arbeit an-
gestellt werden, die es sich vornimmt, die in Domesday
aufgezeichneten ae. Namen auf ihre Lautgestalt hin zu
prüfen. Aber nicht alle Namen, wie ich sofort hinzu-
fügen muss, denn die Fülle des Materials gebot eine Be-
schränkung. Von einer Behandlung der Personennamen
ist gänzlich abgesehen; von den Ortsnamen sind nur die-
1*
Digitized by
jenigen untersucht worden, die in den Grafschaften Kent
(K.), Sussex (Su.), -Devonshire (De.), Somerset (Som.),
Gloucester (GL), Warwick (Wa.), Lincoln (Li.), York (Yo.)
einerseits und in Essex (Ess.) andrerseits aufgezeichnet
stehen. Die erstgenannten Grafschaften sind sämtlich in
Exch. I enthalten und zwar in der gekürzten Redaktion;
Ess. dagegen steht — in breiterer Fassung — in Exch. IE
und nimmt dadurch von vornherein eine gewisse Sonder-
stellung ein. Die Auswahl der Grafschaften ist so ge-
troffen, dass bei der Untersuchung ein Eingehen auf
Dialektfragen möglich gemacht wurde. Zu Grunde gelegt
habe ich meiner Arbeit den Druck von 1783, der sich
durch Vergleich mit den facsimilierten Ausgaben als ver-
lässlich erwies.
Für eine lautliche Untersuchung des ae. Sprach-
elementes in Domesday empfahl sich das normannische
Werk aus zwei eng mit einander verwandten Gründen:
es ist einmal in zeitgenössischer Niederschrift erhalten und
genau auf das Jahr 1086 zu datieren. Es ist also ein
Denkmal der Übergangszeit vom Altenglischen zum Mittel-
englischen, von der wir in sprachlicher Hinsicht durch
direkte Zeugnisse wenig sichere Kunde haben. Nicht, dass
es an litterarischen Werken aus jener Zeit mangelte; aber
sie zeigen gegenüber der Sprache iElfrics kaum eine Ent-
wickelung, die wir doch notwendig voraussetzen müssen,
wenn wir den ungeheuren Unterschied begreifen wollen
zwischen der Sprache des Poema morale, in dem sich die
me. Schreibweise durchgesetzt hat, und der iElfrics: sie
stehen unter dem Banne einer seit MIMc traditionellen
Schriftsprache, die uns nicht gestattet, zum gesprochenen
Laute vorzudringen. Nicht so Domesday, und das macht
seinen anderen Wert für uns aus. Eine flüchtige Durch-
sicht der Namen zeigt, dass traditionelle ae. Zeichen kaum
verwendet sind; mit eigenen Mitteln stellten hier die nor-
mannischen Schreiber die englischen Laute dar und zwar,
wie sie sie hörten. Die erste Frage der Einschätzungs-
kommission bezog sich auf den Namen der Ortschaft, über
welche sie ihre Erhebungen anstellte; wie er dem Nor-
mannen im Ohr klang, suchte er ihn zu fixieren. Wenn
hier und da bei der Wiedergabe ein traditionelles ae. Zeichen
mit unterlief, besonders in bekannten Namen, so ist das
leicht zu erklären: zwanzig Jahre waren seit der Er-
oberung vergangen, und Sprache und Schrift der Besiegten
waren den normannischen Schreibern wohl sicher geläufig.
Freilich, die in gewissem Sinne phonetische Schreibung,
die das Material zu einer so günstigen Unterlage für eine
philologische Untersuchung macht, erschwert doch vom
praktischen Standpunkt aus erheblich seine Behandlung.
Die altenglischen Ortsnamen sind an sich ein ziemlich
spröder Stoff für eine Lautuntersuchung, da ihrer Deutung
oft grosse Schwierigkeiten entgegenstehen, und da man
sich nicht auf ein Werk stützen kann wie auf Förstemann
für die altdeutschen Namen. Dadurch, dass im vorliegen-
den Fall die Namen nicht in dem bekannten altenglischen,
sondern in dem neuen Gewand der normannischen Schrei-
bung uns entgegen treten, das ihnen oft recht seltsam
steht, haben sie an Durchsichtigkeit und Klarheit nicht
gewonnen. Und doch war die Kenntnis der Bedeutung
für die meisten Fälle eine unerlässliche Vorbedingung
meiner Arbeit. Ich habe sie zu gewinnen gesucht 1. durch
Vergleichung der Domesday- Namen mit einander, indem
ich sie einmal nach ihrem Hauptthema, ein anderes Mal
nach dem Suffixthema zusammenstellte; 2. durch Ver-
gleichung der Namen in Domesday mit den in ae. Ur-
kunden aufgezeichneten einerseits, und 3. mit den ne.
Entsprechungen andrerseits, wenn dies letztere in einigen
Fällen von Nutzen sein konnte, und eine Identifikation auf
Grund der vorhandenen Hilfsmittel möglich war. Die
hierbei benutzten Bücher waren:
Kemble, Codex Diplomaticus aevi Saxonici (K. C. D.),
Band III und VI, welcher letztere am Schluss ein Orts-
namen-Verzeichnis enthält.
Birch, Cartularium Saxonicum (B. C. S.), aus dem ich
mir ein Verzeichnis der Ortsnamen ausziehen musste.
Earle, Land-Charters und Documents.
Napier-Stevenson, Crawford-Charters.
Sweet, Oldest English Texts (Sw. O. E. T.).
Thorpe, Diplomatarium Anglicum aevi Saxonici.
Thorpe, Anglo-Saxon Chronicle.
Earle-Plummer, Anglo-Saxon Chronicle.
Monumenta Historica Britannica.
Bosworth-Toller, Anglo-Saxon Dictionary.
Searle, Onomasticon Anglo-Saxonicum.
Bartholomew, Gazetteer of the British Isles (Barth.).
Abhandlung von Jellinghaus in Anglia XX, 257— 334
Arbeiten, die sonst verwendet wurden, sind an ihrem
Orte erwähnt.
Von den in den genannten Grafschaften aufgeführten
Namen, die ich auf ihre etymologische Grundlage zu prüfen
hatte, sind mir viele unklar geblieben, was nach dem eben
Gesagten wohl kaum anders zu erwarten war. Sie konnten
natürlich für die lautliche Untersuchung nicht in Betracht
kommen und fehlen daher (ebenso wie auch viele durch-
aus klare Namen, die ausgelassen sind, um eine Häufung
der regelmässigen Fälle zu vermeiden).
Die Aufgabe meiner Arbeit möchte ich nunmehr dahin
präcisieren: von den Namen, die durchsichtig genug
schienen für den Zweck der Untersuchung*, ist das aus-
zuscheiden, was als normannische Zuthat sich kenntlich
macht; das übrige ist mit der traditionellen ae. Schrift-
sprache zu vergleichen, um dadurch festzustellen, was
von den Lauten um 1086 noch ae. Bestand, was
bereits fortschrittlich entwickelt ist. Für die Be-
urteilung der Namen in diesem Sinn kamen folgende Ge-
sichtspunkte in Betracht:
* Wenn sich gelegentlich auch unsichere Namen unter meinen
Beispielen finden mögen, so werden doch, wie ich hoffe, die da-
neben stehenden einwandfreien Fälle einen Zweifel an dem jedes-
maligen Resultat ausschliessen.
(Jell.).
I. Stimmt die normannische Schreibung mit der
traditionellen ae. überein, so kann man im allgemeinen
annehmen, dass die Qualität des ae. Lautes sich nicht
geändert hat.
Besondere Beachtung verdienen jedoch Fälle, wo
specifisch ae. Zeichen verwendet werden, die uns über die
Qualität des zu Grunde liegenden Lautes nichts sagen.
IL Weicht die normannische Schreibung von der
traditionellen ae. ab, so kann die Abweichung sein:
a) Graphischer Natur, bedingt durch
1. ungenaue und fehlerhafte Schreibung;
2. gelehrte Schreibung;
3. die Verwendung von Zeichen, die in diesem
Gebrauch specifisch norm.-franz. sind gegenüber
der traditionellen ae. Schreibung.
b) Organischer Natur: es liegt eine Abweichung vom
ae. Lautbestande vor und zwar bedingt durch:
1. normannische Auffassung und Anpassung der
gehörten Laute;
2. fortschrittliche Entwickelung gegenüber der ae.
Schriftsprache.
Dieses Schema ist ausgefüllt dem Vokalismus und dem
Konsonantismus vorangestellt und dient als eine Übersicht
über diese beiden Hauptkapitel meiner Arbeit.
Vokalismus.
Übersicht.
L Die normannische Schreibung stimmt mit
der traditionellen ae. überein namentlich in der
Wiedergabe von ae. a § 1, ae. a, o vor Nasalis § 2, ae. e
§§ 6 u. 7, ae. o § 11, der Längen: ae. ä § 3, ae. e § 8,
ae. ö § 12 (Längezeichen sind jedoch nicht verwendet;
Doppelschreibung zur Bezeichnung der Länge finde ich
nur in K. Lee). Ferner der Vokale unter stärkerem
Nebenton § 26 (mit gewissen Einschränkungen) und des u
der Flexionssilben § 26.
Specifisch ae. Zeichen (im Vergleich zur normannischen
Schreibung) werden ganz selten gebraucht; es sind: ce zur
Bezeichnung von ws. ee § 4 und sekundär von ae. ea § 19.
ea für den ae. Diphthong ea § 17. eo für Umlaut -eo aus
e § 20b, für eo § 22.
EL. Die normannische Schreibung weicht von
der traditionellen ae. ab. Die Abweichungen sind
a) Graphischer Natur, bedingt durch
1. ungenaue und fehlerhafte Schreibung, z. B. Sines-
hovedes für Sineshevodes § 19 Anm. 2.
2. Gelehrte Schreibung. Hierher gehören die lat.
Endungen, die in Ess. fast systematisch durchgeführt sind
§26.
3. Die Verwendung von Zeichen, die in diesem Ge-
brauch norm.-franz. sind gegenüber der traditionellen ae.
Schreibung. Wenn diese Zeichen zugleich eine lautliche Ab-
weichung vom ae. Bestände bedeuten, so ist auf Hb
verwiesen. Solcher Lautsymbole finde ich:
Digitized by
— 9 —
ai und ei, die in vielen Fällen als gleichwertig
verwendet sind. Ihr Lautwert ist zweifach: sie dienen
zur Bezeichnung eines Diphthongen; sie können aber
bereits monophthongiert worden und gleich [e] sein, wie
Hildebrand, Zts. f. rom. Phil. VIII, 358 aus Domesday
selbst nachweist, ai, ei mit diphthong. Lautwert begegnet
in (§ 3 für altn. ei und) § 25 zur Wiedergabe der sekun-
dären englischen Diphthonge aus hellem Vokal -+- palataler
Spirans (vgl. IIb). In umgekehrter Sehreibung für [e]
begegnet: ai für ws. ce § 5, ai, ei für ea § 19 (vgl. IIb),
ei für y, Lautwert [e?], in § 15.
ie, das schon den Lautwert [e] haben kann, wie Hilde-
brand, S. 358 aus Domesday nachweist. So ist denn ie
für engl, [e] aus ea geschrieben § 19 (vgl. IIb), für [e?]
aus y in § 15.
ue, das sicher diphthong. Lautwert [üe oder ue] hat
(Hildebrand 359). Es ist verwendet zur Wiedergabe von
ae. eo § 22 (vgl. II b).
u [ü]. Es dient zur Wiedergabe von ae. y im süd-
westl. Gebiet § 15 (vgl. IIb). Für eo § 22, vgl. IIb.
a, womit der Normanne ausser [a] auch den Laut [ae]
resp. [bb] bezeichnet. In folgenden Fällen zwar könnte
man auch eine Entwickelung von ae. ce zu [a] annehmen:
a für angl. ce (ws. ea durch Brechung vor h) § 17 c; für
north, ce (ws. ea aus Palatal + ce) § 18; für ce als Kürzung
von ea § 19 (vgl. IIb). Wenn aber a mit seltenerem e
promiscue auftritt, wie zur Bezeichnung von ws. ce § 4,
ws. ea (Brechung vor gedecktem r und T) § 17 a, b (vgl.
II b), und ws. ob [hb~\ § 5, so kann man wohl mit grösserer
Sicherheit sagen, dass a den alten Laut [se] resp. [bb]
ausdrückt.
e in seiner Verwendung zur Wiedergabe von i § 9,
von i aus y (vgl. IIb) § 15, von nebentonigem i § 26.
o in seiner Verwendung zur Wiedergabe von u § 13,
von ü § 14, von u unter dem Nebenton § 26. — Als um-
gekehrte Schreibung ist es wohl aufzufassen, wenn für o
ganz selten u eintritt § 11.
— 10 —
b) Organischer Natur: es liegt eine Abweichung
vom ae. Laut bestände vor und zwar bedingt
1. durch normannische Auffassung und Anpassung
der gehörten Laute. Hierher gehört wohl die Form
Glouuecestre § 19 Anm., für die ae. Entwickelung schwer-
lich anzunehmen ist.
2. Durch fortschrittliche Entwickelung gegenüber der
ae. Schriftsprache.
Bei den einfachen Vokalen lässt sich Folgendes kon-
statieren:
Für ae. ä findet sich zweimal o § 17 b Anm. Wenn
die Beispiele zutreffend sind, hätten wir hier die frühesten
Fälle von Verdumpfung des ä vor uns. — Ae. y ist
z. T. durch i wiedergegeben; die Schreibung lässt auf
teilweise Entrundung des Lautes schliessen § 15. — Unter
dem Nebenton ist die Qualität der Bildungssilben schwan-
kend geworden § 26. Das a der Flexionssilben ist fast
durchaus zu e geworden § 26.
Hauptsächlich die Diphthonge haben eine Umgestaltung
erfahren: a und e promiscue für ae. ea § 17a, b lässt ver-
muten, dass der alte Diphthong den Lautwert [ae] an-
genommen hat. — Für ws. ea (aus Pal. + ce) steht durch-
aus e § 18 (wie ja auch in spätws. Texten). — Für ae. ea
§ 19 deuten die Schreibungen ce, e, a% ei, ie sämtlich
auf Monophthongierung; a dafür ist wohl Kürzungs-
resultat. — Ae. eo ist nach der Schreibung zu e geworden
§ 20 a, b. — Für eo ist durchaus o geschrieben und dem-
gemäss wohl gesprochen worden § 21. — Für eo § 22 ist
e geschrieben. Lautwert [66]. Unklar blieben mir die
Schreibungen ue und w. — Für ws. ie § 23 und ie § 24b
spricht die Schreibung gleichfalls nicht mehr für diph-
thongische Aussprache. — Aus hellem Vokal -+- folgender
palataler Spirans haben sich bereits neue Diphthonge er-
geben § 25.
— 11 —
Vokale der Stammsilben.
§ 1. Ws. a ist regelmässig erhalten, z. B. in:
K. Hagelei 1 , Blacheborn 2 , Blachemenestone 3 , Witestaple 4 ,
Goslaches*. Su. Staple 4 , Stapleham 4 , Babintone*, Havoches-
berie 1 , Folsalre*. De. Stapelie 4 , Alre*, Havocmore 1 , Blache-
berie 9 . Sora. Staple 4 , Batecumbe 10 , Alre*, Avena u , Bade 12 ,
Havechewelle 7 . Gl. Alrelie*, Havoehesberie 1 . Ess. Staple-
fort 4 , Alreforda 8 , Mapledestede 19 , Passe feldam 14 . Wa. Arve 15 ,
Mapelberge 1 6 . Li. Stapleforde 4 , Hagetorne 1 7 , Blachene 2 .
Yo. Stapletone 4 , Alretun*, Alrebec 8 , Dacre 1 *, Hagebrige 1 ,
Elrneslac*, Stotfalde 19 .
Anm. Für Yo. Elrebec, Elreton, Elreburne (ne. Eller-
beck, Eilerton, Ellerburn) ist als Etymon nicht alor, sondern
altn. elre anzunehmen.
1 haga = place fenced in. Ne. Hawley. 2 blacan-. 8 blacan.
Ne. Blackmanstone. 4 stapol = Pfosten, Säule. 6 ? lacu. 6 vgl.
K.C.D. Babbing-, i hafoc. 8 a i or = Eller. 9 Ne. Blackbury, De.
10 K.C.D. Batancumbe, Som. 11 Bosworth-Toller: Afen, Som.
« Bosworth-Toller: Baoan = Bath. 18 K.O.D. Mapulderstede, Ess.
14 K.C.D. Passefeld, Ess. 15 Bosworth-Toller: Arewe, Arwe
(?= arrow). 16 ? mapul. " haga, ne. Hawthorn. ™ Sw. O.E.T. 471
Dacor = river Dacre, Yo. 19 fald, falod = Hürde, Stall.
§ 2. Ae. a vor Nasalis [g] ist meist a geschrieben,
doch begegnet auch o:
Beispiele für a: K. Harne 1 , Hamestede 1 , Sandwice.
Suanetone-, Langebrige, Langvelei. Su. Harne 1 , Hamfelt\
Soanberge 2 , Langelie. De. Harne 1 , Hamberie*, Maneberie,
Sanford 3 , Landesher -g, Langetreu, Langedone. Som. Hame \
Maneworde, Sanford*, Langporth, [Lamieta. Gl. Hamme 1 ,
Salemanesberie, Hanbroc 4 , Langetreu. Ess. Harne 1 , Harn-
stedam 1 , Manestunä, Hangra*, Langefort. Wa. Sandburne,
Langedone. Li. Mannetorp, Mannebi, Langehou. Yo. Lanes-
dale, Mannefelt, Manestorp, Manzserge, Hanepol 4 , Lange-
feit, Lambetorp.
— 12 —
0 findet sich in: K. Moniberge, Honmberg. Su. Hernes-
treu 1 , Salmonesberie. De. Honetone 4 , Honesham, Hone-
cherde. Som. Honspil, Honecote 4 . Gl. Salemones. Ess.
Monehalä. Wa. Honesberie, Onesberie, Longelei: Yo. Horn l ,
Homptone*, Homtone 1 , Moneuuic, Honepol 4 .
1 ham, homm. 2 swan. 3 sand. 4 ? hana. 5 hanger.
§ 3. ä ist als a erhalten, z. B.:
K. Lavrochesfel x , Bradeburn 2 , Gara*, Stanestede, Stane-
feile. Su. Grafham 4 , Bradewatre 2 , Stanmere. De. Lame-
sete*, Lauroehebere 1 , Crawecome*, Halgeivelle 7 , Harestane*,
Blachegrave 4 , Bradeford 2 . Som. Crawecumbe*, Haretreu*,
Bradeford 2 . Gl. Actune 9 , Bradewelle 2 , Stanwelle, Sna-
wesille™, Lecelade 1 *. Ess. Lambwrna*, Aceleiam 9 , Crauue-
Iceam 9 , Bradefelda 2 , Stanburna, Scortegrauä 4 . Wa. Stanlei.
Li. Äkeley 9 , Bradelie 2 , Stanuuald, Copelade xx . Yo. Graf-
tune 4 , Acurde 9 , Aculestorp 9 , Bradeford 2 , Garton 3 , Stcmtone.
Anm. 1. Ess. Stemtunam. Li. Staintonc, Steintone, Stam-
felie. Yo. Stainforde, -tont, -cros, -bürg, Steintun, Stemesbi,
Steweqrlf, Ripestain (neben Ripestan), Rodestein, Tathmm,
Eureshaitn; Stenwege, Stenforde, Ripe&ten, Oldmgehem, sämtlich
in Grafschaften, die nördlichem Einfiuss ausgesetzt waren,
verdanken den vom Ags. abweichenden Laut dem Altn.
(steinn, heimr).
Anm. 2. Über äld vgl. § 17b Anm.
1 läwerce (vgl. K.CD. Laweorcdun). 2 brädan — häufig in
Namen, vgl. K. CD. 3 gära = triangulär strip of land. vgl. Jell.
S. 283. 4 gräf = grove (vgl. K.CD. Gräftun). « K.CD. LamseaSas;
bei Sw. O.E.T. S. 590 unter läm. 6 cräwe = crow. K.CD. Crä-
wancumb, Som. 7 hälig. 8 här. 9 äc = oak. 10 sntw = snow.
11 Sweet: geläd = way, course. vgl. Jell. 303.
§ 4. Ae. ce (Kent. und z. T. mercisch e).
Es finden sich noch Spuren der traditionellen ae.
Schreibung, die dem Normannen nicht unbekannt war
(▼gl. Einl.):
* IL JUlvetone 1 . De. Mdelstan 2 , Maenelege 3 . Ess.
jElduluesnasam 4 .
— 13 —
Über andere Fälle, in denen ce — hier zur Bezeich-
nung von [bb] — sich findet, vgl. § 18. cf. auch Anm. 1.
Gewöhnlich ist das ae. ce durch a wiedergegeben:
K. Acres*, Hastingelai*, Hashw 1 , Apletone*. Su. Hast-
inges*, Watlingetone 9 , Aplesharn*, Alvricestone 1 , Brade-
tvatre 10 . De. Carsewette", TcUebrige i2 , Alfelmestone\ Ahe-
redescote l , Wennacre 5 , Gatepade 13 . Som. Adelingi 14 , Wacet 1 5 ,
Ascwei w , Olastingberie 1 1 , Alfagestone \ Alvredestone '. Gl. Sa-
vema™, AlvestoneK Ess. Carseiam 11 , Clauelinga 1 *, Asce™,
Lalinge 20 , Na&sestoca 2 *, Alferestunam 1 , Alfelmestuna 1 , Mal-
duna 22 . Wa. Graston 23 , Haselove 7 , Haseleta 1 , Asceshot 1 *,
Apleford 6 , Alvestone 1 , Witacre h , Witenas 21 . Li. Wade 24 ,
Adelingetone 2 , Watretone 10 , Aplebi*. Yo. Grastona 23 , Wad 24 ,
Wadsande 2 4 , Adelingestorp 2 , Adelengesfluet 2 , Nageltone 2 5 ,
Asch 1 *, Apletune*, Aluestune 1 , Anesacre*, Sosacra*.
Gelegentlich durch e, z. T. in denselben Namen:
K. Berlinge 2 *. Som. Escewiche™. Gl. Gersdon 2 *,
Edelmintone 2 , Escetone**, Nesse 2 *. Ess. Melduna 22 (vgl. o.),
Wenestedam 21 7 Berlingam 2 *, Nessetocha 21 (vgl. o), Glest-
ingethorp. Li. Edelmitone 2 . Yo. Gersebroc 23 , Edelesuic 2 ,
Nesse 21 , Nessvinc 21 , Hagenesse 21 , Chilnesse 2i .
Es liegt kein Grund vor, einen vom Ae. abweichenden
Lautwert anzunehmen; a wird nur graphisches Zeichen
für den Laut [se] sein, neben dem gleichwertig e ver-
wendet wird (vgl. Übersicht).
1 aelf-. 2 aeoel-. 3 K.C.D. Mamanleäh, De. 4 ? »Sei-. 5 aecer.
6 vgl. Thorpe, Chr. Haestingas. 7 haesel. 8 aeppel. 9 vgl. Thorpe,
Chr. Waetiingastraet. 10 -waBter. 11 caörse = Kresse. 12 vgl. K.C.D.
J>aBlbrycg, Su. Barth, hat Thelbridge, De. 13 ? paeÖ == Pfad.
" K.C.D. ^Öelinga ige, Som. 15 K.C.D. Waecet, Som. i« aesce =
Esche. 17 K.C.D. Gliestingabyrig. w Saßfern. * 9 K.C.D. Cliefring,
Ess. 20 K.C.D. Laölling, Ess. 21 naess = Vorgebirge. 22 Thorpe,
Chr. MaBlduna (Maldon). 23 ? gaers -= Gras. 24 gewaed = Furt.
26 naagl. vgl. K.C.D. Naeglesburne, Hants. 26 K.C.D. Baerling, K.
27 K.C.D. WaBnstede, Ess. 28 Nap. Stev. Baerlingum, Ess.
— 14 —
Auffällig ist a in K, wo wir reines e erwarten möchten ;
es ist wohl nur verständlich durch Annahme einer ws.
Zwischenstufe: der normannische Schreiber kannte den ws.
Dialekt und substituierte gelegentlich in Wörtern, die ihm
bekannt waren, den Laut des fremden Dialektes durch
den ihm geläufigen, hier durch a?, das er in der Schrift
mit a wiedergiebt. Vgl. §§ 5, 17b, 23, 24b, 25.
Anm. 1. Ausser in den oben genannten Fällen be-
gegnet das Zeichen ce noch in Gl. Clcenhangare ?, uEtone ?,
Prceston ?, ferner in Yo. Semcer (vgl. § 7, Anm. 3).
Anm. 2. Wenn in den sudl. Grafschaften das Suffix
-del, in den nördl. -dal begegnet, so liegt wohl nur im ersten
Fall dael = vaUey (oder d§ll ?) zu Grunde, während im
zweiten altn. Einfluss sich geltend gemacht hat (vgl. Jolling-
haus, Angl. XX, 276).
§ 5. Ws. cb (kent. angl. £, wenn westgerm. ä;
auch kent. e, wenn = germ. ai).
Das traditionelle ae. Zeichen finde ich nicht verwertet.
An seine Stelle sind die Schreibungen e, a und die spe-
cifisch französische ai getreten, die bereits den Lautwert
[q] haben kann (vgl. Übersicht):
K. Stret 1 , Estret \ Estraites 1 , Estursete 2 , Brensete 2 .
Su. Stratone l , Estrat \ Lordistret \ De. Estrete \ Meda 3 ,
Hetfeld 4 , Madford 3 . Som. Strafe 1 , Stratone 1 , Stretone 1 ,
Witochesmede 3 , Watelege*. Gl. Stratone 1 . Ess. Strathala 1 , <
Hadfelda 4 , Wateleam*, Mildemet 3 , Dorsedam 2 , Orsedä 2 .
Wa. Stratone 1 , Stradforde*, Werlavescote*. Li. Stratone \
Straitone\ Yo. Stretun 1 , Stratesergum 1 , Stradford 1 , Medelai 3 ,
Werlafeslei*, Hedfeld 4 .
Auf ws. Gebiet steht a und e promiscue; man wird
aus dem Wechsel schliessen können, dass der alte Laut
[sehr offenes bh] noch erhalten war.
1 str&t. 2 -s£te. 3 maed. vgl. K.C.D. Maedham, Maedheorh.
* h&Ö. vgl. K.C.D. HseÖfeld (häufig). & hw&te = Weizen, vgl.
K.C.D. Hwaetaleah. 6 w£r-. vgl. Sw. O.E.T. 600.
Digitized by
— 15 —
Bei der Durchsichtigkeit der hier aufgeführten Namen
ist es nicht zu verwundern, wenn die dialekt. Spuren
ziemlich stark verwischt sind, und wenn Abweichungen
von der zu erwartenden Form wieder auf westsächs.
Vermittelung weisen (vgl. § 4). So die Form Estraites in
K, so auch a aus westgerm. ä auf anglischem Gebiet.
§ 6. Ae. e (germ. e) ist regelrecht durch e wieder-
gegeben, z. B.:
K. Westselve,, Helmestrei 1 . Su. Westbortone. De. De-
veneberie, Westone. Som. Westberie. Gl. Westberie, Stan-
wege. Ess. Westunam, Stanewegä, Elmesteda 2 (vgl. Anm. 2).
Wa. Westone, Elmedone 2 . Li. Westorp, Helmeswelle 1 . Yo.
Westuic, Helmeswelle 1 , Gedlingesmore*, Stenwege.
Anm. 1. Für K. Fefresham in Sw. O.E.T. schreibt Domes-
day Book bereits jf 'aversham. Der schwer erklärliche Wechsel
von e und a besteht in der Schreibung noch heute.
Anm. 2. Ess. Almestedam neben Elmestedam ist wohl
durch altn. Einfluss zu erklären (vgl. Jellingh. S. 280).
i heim. vgl. .Teil. Angl. XX, 289. 2 elm = Ulme. 3 Getling.
Sw. O.E.T. 527.
§ 7. Ae. e (aus germ. a i) = e, z. B.:
K. Dene 1 , Berewie 2 , Merlea*, Witenemers 4 . Su. Dene x ,
Dentune 1 , Beretuice 2 , Meredone*, Burbece*. De. Fen 1 ,
Dene 1 , Deneord 1 , Engestecote*, Hereford 9 , Chent, Chentes-
berie, Engleborne, Älerland 3 , Fedaven ,0 . Som. Hengesterich s ,
Netelcumbe xx , Bertune 2 , Engliscome, Mere*, Brentemerse 4 ,
Berrowene 10 . Gl. Hereford 9 , Bertune 2 , Mereuuent U) , Biche-
merse 4 , Ladeuent 10 , Caroen x ". Ess. Fenne 1 , Herefort 9 ,
Meresai*, Lamers 4 , Bulgeuen 1 ", Baduuen 10 . Wa. Bertone 2 ,
Meretone*, Wilebec*, Bichemerse 12 . Li. Fenbi 7 , Dentone 1 ,
Netelham 1 \ Sechebroc 1 3 , Pincebec 6 , Scirebec 6 . Yo. Fencotes 1 ,
Fentim 1 , Dene 1 , Mersc 4 , Alrebec*, Bertune 2 , Bereuuic 2 ,
Meretone*, Hämelsee 13 , Livresec x *, Ghigogesmerse 4 , Loete-
mersc 4 .
Häufig in den Suffixen ~denn\ mere*, stede 14 .
— 16 —
Anm. 1. De. Contesberie hat keinen Umlaut und weist
Verdumpfung des a vor Nasal auf. Eine Form cont- ver-
zeichnet auch Sw. O.E.T. Glossar S. 467.
Anm. 2. In Ess. finde ich neben seltenem -dena 1 sehr
häufig -dana, das ich nicht zu erklären weiss. Waledanä,
Archesaana, öhelleuedana, Kueriadana, Taidanam, Tippedana,
La88endana (neben Lassendena) , Menghedana, Ramesdanam,
Plicedana, Berdane, Deppedanä. Vielleicht gehört hierher
auch Yo. Bernedan.
Anm. 3. Auf altn. Einfluss beruht wohl a in mare ib
(für mere 3 ) und in stade (für stede 14 ): K. Marourde (?). Su.
Angemare, Langemare. Li. Marcs, Martone. Yo. Marra, Mar-
tina, Ledemare, Bidemare und so noch häufig als Suffix.
Beristade, Gagenestad, Wifestad. Einmal Yo. Setncer.
1 d^nn = den; d?nu = valley. Häufig in Ortsnamen; vgl.
Jell. S. 277. 2 b^re-wic = hamlet. 8 m^re — lake, pool. Häufig
in Ortsnamen; vgl. Jell. S. 306. 4 m^risc = marsh; vgl. Jell. 307.
5 Vgl. K.C.D. Meredun. cf. Note 3. 6 b^ce = brook. ?
raud, dirt; fen. Vgl. Jell. 281. 8 Hangest. 9 here = army; vgl.
Sw. O.E.T. S. 536. «> -wente (?). Vgl. Sw. O.E.T. S. 546. « ntfel
= nettle. Vgl. K.C.D. Netelcumb, Worc, * 2 K.C.D. Bicanmerse,
Worc. 13 s^cg. m stcda = place; vgl. Jell. 318. « Jell. S. 307: Das
Domesdaybook schreibt namentlich die Yo.-Namen -mare, sonst
-mere.
§ 8. Ae. e (germ. o i) e:
K. Grerni}. De. Grenowei, Bremerige 1 , Bremelcome 1 .
Som. Grenedone. Su. Grenestede, Brembre 1 . Ess. Grene-
steda.. Gl. Grenhamstede. Wa. Greneberge. Li. Grenebi.
Yo. Greneuuic.
* Sw. bremel, brembel, brember = bramble (?). Vgl. K.C.D.
Bremberwudu.
§ 9. Ae. i ist einerseits dargestellt durch i:
K. Clive, Winchelesmere 1 , Midelea, Middeltone, Pvria 2 ,
Tuiferde. Su. Fiseborne*, Nitinbreham 4 , Middeltone, Wintre-
burne*, Bilesham*, Latille 1 . De. Cliford,Wincheleie\ Midel-
tone, Pidehel*, Cridie*, Filelei 10 , SmideUe 11 , Smitheham".
Som. Clive, Wincheberie vl , Timbreeumbe 4 , Timbrelund 4 ,
Mideltone, Lidiard 1 3 , Pidecome 8 , Cerdesling 14 , Hustille 7 .
— 17 —
Gl. Clive, Wincelcumbe\ Wintreborne*, Hildeslei**, Tuiferde.
Ess. Cliua, Wincfort* 2 , Middcltunä. Wa. Cliforde, Midel-
tone, Hildeborde**, Billeslei*, Filingelei**. Li. Fiscartone,
Wintretune*, Wintringeham 11 , Billesfelt*, Billesbi*, Filinge-
ham iS , Tuiforde, Billingeburg 19 . Yo. Clive, Fiscuie 3 , Fixc-
ale 3 , Winchetone 12 , Winchelesuurde 1 , Middeltune, Michel-
bram 20 , Hildingeslei**, Smidetune 11 , Hertil 7 .
Suffix: -winc 12 , clif.
Daneben aber auch durch e, und zwar erscheint diese
Schreibung neben der Wiedergabe von u durch o (vgl.
§ 13) als eines der wichtigsteji normannischen Elemente
in Domesday. Die Schreibung mit e zeigt an, dass das
engl, i einen vom franz. verschiedenen Klang hatte, der
dem geschlossenen e sehr nahe stand. Manche e mögen
jedoch auch auf Rechnung eines benachbarten r zu setzen
sein :
K. Perie 2 , Leminges 2 \ Oelingeham 22 , Newecerce 23 .
De. Pcdehel*, Credie*, Wicerce 23 , Jacobescherche 23 . Som.
Fescheforde 3 , Peritone 2 , Lediart* 3 , Pedewelle*, Michaelis-
cerce 23 . Gl. Pulcrecerce 23 . Ess. Perestedam 2 , Smede-
tunam tl , Sudcercä 23 . Wa. Feiingelei 1 *, Donecerce 23 , Wite-
cerce 23 . Li. Medeltone 24 , ? Belesbi*, Felingeham 1 *, Bell-
ingeburg 19 . Gozcberdechercä 23 . Yo. Medeltone 24 , Medelai 2 *,
Wentrigham 1 7 , Smedetone 1 1 , Westreding 2 5 , Estreding 2 5 ,
Norttreding 2 *.
i wincel- zur Namenbildung verwendet: Jell. S. 328. 2 pirige
= pear-tree. Bosworth-Toller: the word is found in local names:
Pirigtun, Piriforda. 3 fisc; vgl. K.C.D. Fiscesburne, Midd. 4 timber.
Earle, Chart, u. Doc. 466: Nitimbre, Su. 5 winter; vgl. K.C.D.
Winterburne. 6 ? bill. 7 tilÖ =- Ernte; vgl. Jell. 322. » Vgl.
K.C.D. Pidewaellan, Wa. Jell. 309. 9 Nap.-Stev. S. 45: Cridie, De.
io Vgl. K.C.D. FiletUeah, Som. Sweet: filiÖe = hay. " ? smiÖ.
12 ? wince. w K.C.D. Lidgeard, Som. ^ ? altn. ling = Haide-
kraut. ,ö Vgl. K.C.D. Zusammensetzungen mit hild-. t6 Ne. Fill-
ongley, Wa. 17 zu winter. 18 Ne. Fillingham, Li. ,9 Ne. Billing-
borough, Li. 20 micel. 2t K.C.D. Liming, K. 22 Ne. Gillingham, K.
23 ciree. 24 ? middel. 26 altn. })riojungr; vgl. Skeat, Etym. Dict.
2
— 18 —
§ 10. Ae. t ist regelrecht wiedergegeben durch i,
K. Suinescamp 1 , Dictum 2 , Wicheham 9 . Su. Wiche 9 ,
Wicham 9 . De. Wiche 9 , Sireford 4 , -done, -welle, Hiwis*,
Chiwartiwis*, Odehiwis*. Som. Suindune 1 , Fifhide, Dices-
get 2 , Wiche 9 , Hiwis*. Gl. Suintone*, Suirihetve*, Wich 9 ,
Wicfeld 9 , Scireburne 4 , Wiltescire 4 , Pignocsire 4 . Ess. Fif-
hida, Dicheleiam 2 , Wicham 9 , Wiefort 9 , Ciltedic 2 , Cante-
brugesira 4 , Herefortscira 4 . Wa. Dicforde 2 , Wich 9 , Seire-
burne 4 . Li. Suinhamstede*, Die 2 , Wicham 9 , Scirebec. Yo.
Suintune 1 , Suindene x , Die 2 , Wie 9 , Schirebi 4 , Scireburne 4 ,
Schireslai 4 , Colrid*.
Häufig im Suffix -wie.
Anm. 1. Einmal ist zur Wiedergabe des i das sonst
seltene y verwendet: Li. Hantunescyre 4 .
Anm. 2. In einigen FäUen ist e geschrieben : K.Colret 1 ,
? Estrede' 1 . Su. Redrebrige*, Redrebruge\ De.Hetvis 5 (vgl. o.
De. Hiivis), Bolewis 6 , Gohewis 6 , Milchetvis 6 , Langehewis 6 , Mel~
eicis 6 , Brochewis 5 . Som. Heiuis b , Radehewis 6 . Li. Burgrede' 1 .
Diese Erscheinung ist vielleicht daraus zu erklären, dass in
den angeführten Beispielen bereits Kürzung des i ein-
getreten war; i wurde alsdann von dem norm. Schreiber
durch e wiedergegeben (vgl. § 9).
1 swtn. 2 die. 8 wie. 4 scir. 5 Sweet: hiwisc = hide of
land. 6 Sw. riÖ = stream, rivulet. 7 Vgl. 6. Jell. 311 führt unter
rit$ Do. Melrede an. 8 hriöer. ne. Rotherbridge (cf. Parish, The
Domesday Book of Sussex). Vgl. bei K.C.D. die Entsprechungen
Hrioerleah = Rotherley, Rföeranfeld = Rotherfleld u. a.
§ 11. Ae. o ist regelrecht durch o wiedergegeben,
z. B. in:
K. Nordeude, Cornelest*, Olecübe 2 , Boltun 9 , Oxenai 4 ,
Gomersham*, Dovre*, Lamport 7 , Werahorne*. Su. Nord-
borne, Hornelie*, Tornei 9 , Wapingetorne 9 . De. Northam,
Corneurde*, Forde* l , Orcartone X2 , Tome 9 , Torre 19 , Cotelie t4 ,
Holebeme 2 , Boltesberie 9 , Trendesholt 1 *, Chenetorne 9 . Som.
Nordperet, Forde, Torne 9 , Torre 19 , Holme™, Holecumbe 2 ,
Dinescove 11 , Portioc 1 *, Langeport 1 . Gl. Nortcote, Horselei 19 ,
z. B.:
— 19 —
IToleford 2 , Oxendone 4 , Colne 20 (vgl. Anm. 1), Celfledetorn 9 .
Ess. Nortuna, Horstedafort 19 , Horninduna s , Thorp 21 , Fross-
cewella 22 , Ooldhangram, Focsearde 23 , Neuport 7 , Sudfolc.
Wa, Cornelie 1 , Cotes 14 , Scotescote X4 , Holme 16 , Holebech 2 ,
Holtheim™, Oxetune 4 , Toft 24 , Croft 2 *, Broxholme", Hotoft 24 ,
Hagetorn 9 . Yo. Nortgrave, Normanebi, Cornebi x , Horse-
forde X9 , Hornebi 6 , Tome 9 , Torp 21 , Otreburne, Cotes 14 , Fox-
tun 23 , Holme 16 (vgl. Anm. 1), Holedene 2 , Bodele 3 , Oxene-
clif 4 , Catefos 26 , Egeseop 27 , Toredholme 1 *, Erlesholt**, Niwe-
bolt 3 , Langetovet 24 , Siglestorne 9 .
Häufig in den Suffixen -ford (vgl. Anm. 2), cote 14 ,
torp 21 (in Li. und Yo.).
Anm. 1. Für zu erwartendes o steht u in: K. Fulche-
stan 2 *. GL Culne neben Colne. Li. Fulchingeham 29 neben
Folchingeham. Yo. Fulcheton 30 , Hulme 16 neben Holme. Da der
Normanne für u häufig o setzte (vgl. § 13), so liegt vielleicht
umgekehrte Schreibung vor.
Anm. 2. Über -ferde, -kerne, -Herne vgl. § 15.
1 corn = grain. 2 hol = hollow. vgl. K. CD. Holancumb,
Dors. 3 ? bold, botl = dwelling. 4 oxa = ox. vgl. K.C.D. Oxnai
eä = Oxnei, K. 6 Vgl. K.C.D. Godmaeresham, K. 6 K.C.D. Doferan.
7 port- aus dem Roman, vgl. Jell. Angl. XX, 310. 8 horn. Jell.
Angl. XX, 294. 9 öorn. 11 ford = Furt. i 2 ortgeard. ™ tor
(gälisch) = schroffer Fels. vgl. Jell. Angl. XX, 324. m co t =
cottage, house. 15 holt = wood. 16 holm — island in river. Jell.
Angl. XX, 292. « cofa = Chamber. Jell. Angl. XX, 301. w loca
= enclosed place. 19 hors. vgl. K.C.D. Horsleäh. 20 Ne. Coln,
river, Glouc. 2 t öbrp. 22 forsc = frog. 23 fox. 24 toft. vgl. Jell.
Angl. XX, 324. 25 croft = small, enclosed field. Jell. Angl. XX,
302. 26 altn. fors, foss = Wasserfall. Jell. Angl. XX, 283. 27 copp
= summit. 28 folc. vgl. K.C.D. Folcesstan, K., ne. Folkstone.
29 Ne. Folkingham, Li., daneben auch die Schreibung Falkingham.
30 Ne. Folkton.
§ 12. Ae. 6 — o, z. B.:
K. Ora\ Poltone 2 , Bocheland 3 , Goslaches 4 , Obtrepole 2 .
Su. Morleia*, Poleberge 2 , Bocheham 3 , Icenore 1 . De. More : %
Morlei*, Pole 2 , Bocheland 3 , Bochetuis 3 , Stodlei*, Stotberie*,
Oosewelle 4 , Blachepole 2 , Lochesora Sora. Hope 7 , Mortone*,
f
Digitized by Google
— 20 —
Bocheland 5 l , Frome 6 , Bode 9 , Chetenore\ Gl. Mortune*,
Bochelande 3 , Bicanofre 10 , Etherope 7 . Ess. Mortunam*, m
? Orsedam*. Polheia 2 , Estolleiam*, Bodam 9 . Wa. Mortone*,
Stodlei*. Li. Stou xx , Morebi*, Wellingovre™, Scheldinc- ere
hope 7 , Claipol 2 . Yo. Hoptone 7 , Morhusum*, Poltun 2 , Boche- %l
ton 3 , Stodfald*, Stollai*, Bodum 9 , Hulsingovre 10 , Mide- ^
hope 7 , Hanepol 2 , Landemot 12 . Tog
0 häufig in den Suffixen -more und -broc. oir
1 öra = bank, shore; vgl. K.C.D. Oran. 2 pol = pool. 3 böc.
4 gös. 5 mör. 6 stöd = stud, herd of horses. 7 böp; vgl. Jell. 294. ani
8 Bosworth-Toller: Fröm, Som. 9 röd = Stange, Säule; vgl. Jell. hr
312. 10 öfer. 11 stow = place. « ? möt = Grenze; vgl. Jell. 308. ]\ 0 \
§ 13. Ae. u wird sowohl durch u als durch o wieder-
gegeben. Die Schreibung o ist normannische Eigenart.
'In Early Norman French o in many words had a sound
between close [o] and [u], and as u represented the sound
[y] as well as [u] in French, it was found convenient to
use o for the sound [u], especially in combination with
such letters as w, m, u (=v) where u would cause graphic
confusion; also before Single consonants followed by a
voweF. Sweet, New Engl. Grammar § 775.
Beispiele mit u: K. Summer dene 1 , Burwarmaresc 2 ,
Burnes 3 , Nunniberg 4 , Cumbe*. Su. Sümerleg*, Burgeham*,
Bwgemere*, Burbece*, Burgelstaltone*, Burne 9 , Cumbe*.
De. Burietescome*, Culmestoche 7 , Burne 3 , Butreforde 8 ,
Cumbe*, Cume*. Som. Sumertone\ Tunertone 9 , Burgherist*,
Burnetone 3 , Brune 10 , Cungresberie 11 , Cume*, Cumbe*. Gl.
Dudestan 13 , Turchedene 14 . Ess. Nutlea xh , Thunredau 9 , \
Burghestedam*, Burneham 3 , Udeham**, Banhunta 17 , Toles- g
hunta 17 , Druurecurt™. Wa. Burlei*, Cedeleshunte 17 . Li. ^
Fugelestou* 9 , Summercotes\ Burch*, Burgelai*, Burgrede*,
Burtune*, Brune 10 , Lund 20 , Hundintone, Turgrimbi 12 , r
Turulfbi 12 , Turoldvebi 12 , Stubetune 21 , Timbrelund 20 . Yo.
Burg*, Burtune*, Burghelai*, Burghedurum*, Brune 10 , ^
Nunnigetune 4 , Turchilebi 1 2 , Turulfestorp 1 2 , Turoldesbi 1 2 ,
Cffbreworde 22 .
Digitized by
Google
— 21 —
u ferner in den Suffixen -bürg 9 , -bwrne 3 und cübe,
cume \
Beispiele mit o: K. Notestede 23 , Borwart*, Borche-
rneres*, Borham 24 , Borcstele 25 , Borchetelle 2 *, Brochestele 2 *,
Coclestane 2 *, Borne 3 , Monocstune 2 7 , Lolingestone 2 8 . Su.
Borne 3 , Nonneminstre 29 , Lolinminstre 2 *. De. Notone™,
Wodeberie 1 *, Monuchemtone 21 , Colum 30 , Botre forde*, Come*.
Som. Monechetone 2 1 , Loligtone 2S , Lolochesberie 32 , Torla-
berie 1 *, Congresberie 11 , Come*. Gl. Dodestan 13 . Ess. Ode-
kam 1 *, Lochintunam 31 . Wa. Bortone*, Torlavestone* 2 . Li.
Bortune*, Hondintone, Torgrembi l8 > Torulf bi 12 , Toruluesbi* 2 ,
Stobetune 2 *. Yo. Notele xh , Notone 1 *, Bore*, Borchescire*,
Borctwne*, Bortone*, Wodehuse 1 *, Nonnemc 29 , Nonning-
tune 4 , Monechetone 21 , Monucheton 27 , Lont 20 , Torchilebi 12 ,
Torgrimestorp 12 , Toredholme 12 , Toredderebi 12 , Toruelestorp 12 ,
Toroldesbi 12 , Tormojbi™, Cöbreworde 22 .
Ferner im Suffix -borg*: De. Sedeborge. Li. Brase-
borg, Sudborc. Yo. Qighesborc, Bigheborg; -borne 3 in K.
De. Su. Gl. Wa. Yo.; und -come* in De. Som. Su. Gl.
Anm. 1. Unerklärt finde ich in Su. Salmonesbetie. Gl.
Salemones, Salemanesberie (K.C.D. Swlmonnesburg, GL; ebenso
Sw. O.E.T. 553). De. Modescame zu -cumbe ?.
Anm. 2. Das Suffix -bürg, ev. -borg treffe ich fast aus-
schliesslich in nördlichen Grafschaften an; im Süden steht
-berü (vgl. § 15).
1 sumor. 2 K.C.D. Burwaramersc. 3 burne. K.C.D. Burne, K.
4 ? nunne. 5 cumb = Valley (Celtic). 6 bürg. 7 K.C.D. Culumstoc
= Culmstock, De. 8 vgl. K.C.D. Butermere, Buterwyel. 9 vgl.
K.C.D. {mnresfeld, Jmnresleäh. io ? V gl. 3. " vgl. K.C.D. Cun-
garesbyrig = Congresbury, Som. 12 Stamm fmr; vgl. Hruschka
II, 24. 13 vgl. K.C.D. Duddanstan, Worc. " Sw.O.E.T. 553: Turca-
denu. 15 hnutu; vgl. Nap.-Stev. S. 125: Hnutlea, Ess. 16 wudu.
17 ? hunt — Abkürzung von huntoÖ = Jagd. JeU. 295. 18 ? curt,
romanisch. 19 fugol. 20 dän. lundr. = Lustwäldchen. JeU. 306.
* stub = Baumstumpf. Jell. 321. 22 vgl. K.C.D. Cumbranweorö",
Worc. Ne. Cumberworth,Yo. *s K.C.D. Hnutstede; vgl. 15. 24 K.C.D.
Burhham, K. 25 Sw. burg-steall = city. * ? K.C.D. Cucolanstan.
27 munuc. 28 vgl. K.C.D. Lullingmynster, Su. 29 nunne. 30 K.C.D.
Culum, De. si K.C.D. Lukintun, Ess. & ? Lulluc; Sw. O.E.T. 554.
r
— 22 —
§ 14. Ae. ü wird u und, namentlich vor Nasalen, o
geschrieben.
u: K. Plumstede 1 , Tunestelle 2 , Dunehamfort*, Dunames-
fort 3 , Esturai*, Estursete*, Sudfleta. Su. Sudtone. De.
Plumtrei 5 , Dune 3 , Dunesford 15 , Dunestanestone 3 , Sudtone,
Porlemute 6 , Alsemude 6 , Sedemude 6 . Som. Hu/nlavintone 1 ,
Dunehefde 3 , Sudperet. Gl. Hunlafesed 1 , Kulege*, Dune-
sta?i z , Uptun 9 , Sudlege. Ess. Plumtunam 10 , Plumberga 10 ,
Fulepet 11 , Düna*, Upham 9 , Upmonsträ 9 , Sudmunstram.
Wa. Oudulvestan 12 , Fulebroc 11 , Sutone. Li. Tunbi 13 ,
Fulebec 11 , Dunestune 15 , Dunesbi 15 , Dunetorp 3 , Duneham*,
Sudtorp. Yo. Tunestalle 2 , Fuleforde 11 , Cuford*, Dune 3 ,
Dunesforde 1 6 , Guduualestorp 1 4 , Oudlagesarc 1 4 , Upsale 9 ,
Sutheuuic.
Suffix -dune 9 , -tune 13 (vgl. Anm.).
o (norm. Schreibung): K. Donamesford 3 . De. Done z ,
Donesland 15 , Donestanestone 3 . Som.Doneham 3 ,Donescübe 15 .
Gl. Optun 9 . Ess. Donam z . Wa. Donecerce 3 . Li. Tone-
stale 2 , Tonestele 2 . Yo. Tonnestale 2 , Foleforde 11 , Done-
forde 3 , Donecastre 3 , Opsala 9 .
Suffix -done 3 , -tone lz (vgl. Anm.).
Anm. De. und Wa. bevorzugen auffallend o, wie sich
aus der Durchsicht der Suffixe -dune und -tune ergiebt, Ess.
dagegen hat nur -dune (ausgenommen Meldonam) und -tune.
Wir haben es hier wohl mit Eigenarten verschiedener
Schreiber zu thun.
1 plüm. K.C.D. Plumstede, K. 2 Sweet: tünsteall = farm-
stead (?). 3 dün = hill, mountain. 3 K.C.D. Stur = Stour river, K.
5 vgl. Sw. O.E.T. 636: plüm-treu. 6 m ftö\ ? hün; vgl. Sw. O.E.T.
635. 8 cü = cow. 9 üp, Praeposition. 10 plüm. 11 fül = foul;
vgl. B.C.S. II 77 'ad sordidum vadum'. 12 c fä ; vg i. O.E.T.634.
« tun. 14 gütJ = Kampf. ^ ? dün. .
§ 15. Ws. festes y (kent. e) ist in den südlichen
Gegenden, seinem Lautwert entsprechend, vereinzelt u [ü]
geschrieben in norm. Art:
Su. Eedrebruge 1 neben Bedrebrige. Som. Mulle 2 ,
? Brugic 3 , ? Bruche ford 3 (vgl. unten Brigeford), Alsebruge 3 ,
— 23 —
Heslinbruge 9 . Ess. Phenbruge 9 , Hobruge 9 , Stanbruge 9 ,
Faribruge*, Sudmunstra 5 , Upmunstre 5 (vgl. Anm.).
Im allgemeinen ist das ae. y durch i wiedergegeben,
z. .T. wohl seinem jeweiligen Lautwert entsprechend (im
Me. wurde y in den anglischen Dialekten entrundet):
K. Brige 9 , Suffix -brige 9 , z. B. Estbrige 9 . Su. Bedre-
brige 1 , Nonneminstre 5 . De. Hille 7 , Brige 9 , Brigeford 9 ,
Suffix -hille 7 , Cadebirie 10 , Motbilie 11 , Suffix -brige*,
Walderige 12 , Colrige 12 etc., Esseminstre 5 , Lovapit 19 . Som.
Hille 7 , Brigeford 9 , Chilvetune 1 *, Mileburne 15 , Aissebrige 9 ,
Hesterige 12 , Malrige 12 , Pennarminstre 6 . Gl. Hilla 16 ,
Hvrslege 17 , Suffix -brige 9 , -hille 7 . Ess. ? Bricceia 9 , Suffix
-birig 6 , Cubrigeam 9 . Wa. Hille 7 , Suffix -AiZZe. Li. Hille 7 ,
Brigelai 9 , Suffix -brige 9 . Yo. Hiltone 7 , ? Mileburg 15 , ? Mile-
ford ls , Thirne 16 , Tirnum 16 , Tirneslavve 16 , Wirtleie 19 ,
Suffix -hille 7 , Hagebrige 9 .
e für j/ finde ich hauptsächlich, doch nicht aus-
schliesslich, in solchen Fällen, in denen sich r-Einfluss
geltend machen konnte (z.T. wohl auch e für [i]; vgl. § 9):
K. Herste 20 , Tuiferde 21 , Meletune 22 (kent, e), Suffix
-helle 7 , -berie 6 , Hanehest 29 . Su. Herst 2 *, Berie 11 , Peteorde 2 *,
Titeherste 2 *, Suffix -berie 6 , -helle 7 . De. Hele 7 , Herstanhaia 2 *,
Berie 6 , Meleberie 2 , Meieford 2 , Suffix -berie 6 , -bere 6 ,
Lanchers 2 *, Suffix -helle 7 . Som. Hele 7 , Melleburne 15 , Mele-
corne 2 ; -berie 6 , -bere 6 . Gl. Hersefeld 26 , Hersecome 26 , Tui-
ferde 21 , Suffix -berie 6 , -helle 7 , Sanher 27 , Derhest 29 . Ess.
Hersham 2 *, Wibrictesherna 29 , Bebenhers 27 , Fulepet 90 ,
Wigghepet 19 , Suffix -helle 7 . Wa. Melecote 2 , Suffix -helle 7 ,
-berie 6 . Li. Ternescrou 16 , Suffix -berie 6 . Yo. -berie 6 , -helle 7 .
Die traditionelle ae. Schreibung finde ich in Ess. in
dem Suffix -byria 6 und in Li. Hylle 7 neben iKZZe.
Seltsam ist die Schreibung ie in:
De. Hiele 7 (neben Hille, Hele). Li. Aswardetierne 19 .
Yo. Tiernum 19 , Tiernebi 19 , Stopeltierne 19 ; die Schreibung
et in Gl. Heile 7 . Es liegt hier wohl umgekehrte Schreibung
vor. te, ei waren im Norm, in gewissen Fällen schon zu
— 24 —
e geworden (vgl. Hildebr. 358), für engl, i — in norm.
Auffassung e — konnte dann ie, ei in sekundärer Geltung
verwendet werden.
Anm. Ess. Upmonstra neben Upmunstre [ü?] ist wohl
latinisierend.
1 -brycg. Parish, Domesday Book of Sussex: Redrebruge =
ne. Rotherbridge, Su. ; vgl. § 10, 8. 2 mylen = mill. 8 brycg.
4 K.C.D. Fanbruge = Fambridge, Ess. 5 mynster. 6 byrig. 7 hyU.
8 Ne. Bridge, K. 9 Ne. Eastbridge, K. 10 byrig. Ne. Cadbury, De.
11 byrig; zu MotbiJie vgl. § 29. 12 ryC g. 13 py tt. w K.C.D. Cyl-
fantun, Som. 16 mylen; vgl. K.C.D. Mylenburne. * 6 Barth. Hill, Gl.
17 K.C.D. Hyrsleäh, Berks, Wilts. = Horsley. Barth, verzeichnet
Horsley, Gl. 18 pyrne (zu ]?orn) = thorn-bush. 19 ? wyrt = vege-
table, plant. 20 hyrst. Ne. Hurst, K. 21 ygL K.C.D. Twyfyrd,
Som. zu ford. 22 m yi en . K.C.D. Mylen-Melentun, K. 23 ß.C.S.
harn hyrste, K. 24 hyrst. 25 K.C.D. Pytanwyrtte, Su. 26 Vgl. 17.
27 hyrst; vgl. § 36. 28 hyrst; vgl. § 29. 29 hyrne zu horn. so pyt t.
K.C.D. Fulanpet, Ess.
§ 16. p begegnet in K. Erhede (K.C.D. Earhyö. h#ö
= landing place); ferner in dem Suffix -bi (altn.) in den
Grafschaften Li. und Yo., das auch gelegentlich by ge-
schrieben wird.
§ 17, Ws. ea\
a) entstanden durch Brechung vor r -h cons. (ws. ea
= kent. ea - angl. a neben ea, letzteres namentlich in
spätae. Zeit).
Den Diphthong ea finde ich nur ein einziges Mal ge-
schrieben in Ess. Focsearde, sonst steht a und e promiscue:
a: K. Arclei 1 . Su. Harditone 2 . Som. Harpetreu 3 ,
Hardintone 2 , Lidiard*. Ess. Archesdana 1 . Wa. Hardintone 2 .
Li. Arduluetorp 5 , Barnetorp 1 , Bardenai 6 , Hardetorp 2 ,
Marchebi' 1 , Archintone 1 . Yo. Arneclif 6 , Arnestorp 8 , Ardul-
festorp 5 , Farneham 9 , Barneburg 1 , Scarpenbec 10 , Hardinc-
tone 2 , Ardmc 2 , Mardelai 1 , Archedene 1 .
e: K. Gert 11 , Ernulfitone 9 , Erclei 1 , De. Femehelle*,
Berdestapla 12 , Landesher g lz . Som. Erneshele 9 , Herpetreu*,
Berve 1 *, Mercesberie 7 . Gl. Fernecote 9 . Ess. Mercheshalam 7 .
— 25 —
Wa. Ferneberge 9 , Fernecumbe 9 , Berdingeberie 15 . Li. Herpes-
welle*, ? Herdetorp 2 . Yo. Ernecliue 9 , Erneforde 9 , Ernul-
festorp 6 , Fernelai 9 , Fernehil 9 , Merdelai 1 (vgl. o.), Merche-
feld 7 , Adevverca 16 .
Man wird daraus schliessen können, dass der Diphthong
nicht mehr existierte oder zum mindesten im Untergehen
begriffen war. Wenn man bedenkt, dass ae. ce durch a
und e dargestellt wird, kann man wohl annehmen, dass
der Lautwert des alten Diphthongen etwa == [se] war.
1 ? 2 zu beard. 8 hearp? 4 geard. 5 Searle verzeichnet ein
Eardwulf. 6 Thorpe, Chronicle: BearÖan eg, Li. 7 mearc. 8 earn.
9 fearn. 10 scearp. « K.C.D. Ceart, K. 12 Nap. Stev. S. 79: Beardan
stapol. 13 -hearh. 14 bearwe (Dat.). 16 vgl. K.C.D. Beardingaleäh,
K. 16 ? W earc. vgl. Jell. Angl. XX, 327.
b) Entstanden durch Brechung vor l -f- cons. (ws. kent.
ea — angl. a, ä vor Id). In der Regel findet sich dafür a:
K. Hallinges 1 , Saiteode 2 , Walt 9 , Aldintone*, Sibertes-
wald. Su. Halestede 5 , Waltham 9 , Äldingeborne* . De. Hale-
treu 5 , Walderige, Calvelie 6 , Cressewalde, DunestaP. Som.
Baitimesberge 9 , Caldecote 9 , Aldvie*. Gl. Hallinge 10 , Calde-
cote 9 , Aldelande*, Aldeberie*, Aldeforde*. Ess. Halstede 5 ,
Hallingeberiam, Scaldefort 11 , Walefaram 12 , Waldham 9 , Aide-
ham*. Wa. Calvestone 6 , Caldecote 9 . Li. Waldingurde*,
Alchebarge 19 , Calchewelle 1 *, Stigeswald 9 , Stanwald 9 , Tone-
stale 7 . Yo. Saltemersc 15 , Scalchebi 16 , Escalchedene 16 , Wal-
eheton 12 , Walchingham 12 , Alcheslei 19 , Calvetone 6 , Caldewelle 9 ,
Caldecotes 9 , Aldeburne*, -feld, -clif, Aldingham*, Eisicewalt 9 ,
TunestaP, Tru^staP.
Ferner im Suffix -hal 5 , hale 5 .
Vereinzelt steht e in:
K. Borcstele 1 , Tunestelle 7 , Popeselle 5 (neben Popessalle).
Gl. ? Elchestane 19 . Ess. Esceldeforde 11 (neben Scaldefort,
s. o.), Cishella 5 . Aber auch in Li. Tonestele 1 (neben Tone-
stale). Yo. Tatesella 5 (neben Tateshalla).
Wo ea zu erwarten, steht in den meisten Fällen a,
selten e. Lautwert wohl [se]. Vgl. § 17 a.
2*
Auf angl. Gebiet stejit normaler Weise a. e hier ist
wohl nur zu erklären durch Annahme einer ws. Zwischen-
stufe (vgl. § 4).
Anm. Das a der Lautgruppe 'ald' erscheint bereits ver-
dunipft in K. Oldeham (zu weald; ne. Wouldham) und Ilamoide
(ne. Hamwolde). Wahrscheinlich gehören hierher auch K.
Colret (zu ceald; ne. Coldred), Gl. Bricstvoldes und Yo. Cotdrid.
* K.C.D. Heallingwara mearc, K. 2 K.C.D. Sealtwudu, K.
3 weald. 4 eald. * heall. 6 cealf ; vgl. K.C.D. Chealfa leäh. ? steall.
8 beald-, » ceald. 10 K.C.D. HeaUingas, Worc. « K.C.D. Scealde-
ford, Ese. 12 wealh. ® ealh? 14 cealc. K.C.D. Cealcweaüas, Gl,
15 K.C.D. Sealtanmere, Worc. 16 scealc; vgl. K.C.D. Scealcesburne,
Scealceshom.
c) entstanden . durch Brechung vor h (angl. ce). Ich
habe nyr wenige Beispiele und zwar auf anglischem Gebiet
gefunden, wo ce zu erwarten ist:
Li. Saxebi. Yo. Saxtun, Saxhalla, Claxtorp.
Zu der Schreibung a für vgl. § 4.
§ 18. Ws. eä, entstanden aus ce -+- Palatalvorschlag
(ws. ea north, ea, cp = merc. e — kent. e). Spätws.
jedoch durch zweite Palataleinwirkung e.
K. Rovecestre 1 . De. Execestre 1 , Wrdiete 2 . Som. öiveZ-
cestre 1 , Lamieta 2 , Widiete 2 , Atigete 2 , Meriet 2 , Doniet 2 ,
Dicesget 2 . Gl. Giete 2 ,Wigheiete 2 , Modiet 2 , Re$piget 2 ,Wide-
cestre 1 , Cireeestre 1 , Udecestre 1 , Frowecestre 1 , ObuuecestreK
Ess. Cestrefordam 1 , Effecestre 1 , Colecestre 1 , Colecastre 1 .
Wa. Cestreton 1 . Li. Castre 1 , Horneeastre. Yo. Castretuna 1 ,
Loncastre 1 , Tatecastre 1 , Hennecastre 1 , Donecastre 1 , Acastra 1 ,
Chercaloncastre 1 , Ribelcastre, Caverleia*.
Wir finden . normaler Weise in K. e, auf ws. Gebiet e,
im Norden a für ce (norm. Schreibung; vgl. § 4).
1 ws. ceaster = north, caester (ceaster) = merc. kent. cester.
2 ws. geat = north, gaet (geat) = merc. kent. get. 3 K.C.D. Cea-
forleah.
— 27 —
§ 19. Ae. ea .ist in der Regel wiedergegeben durch e,
sporadisch durch ce: '
K. Estwelle 1 , Estbrige 1 , Erhede*, Caleheve*, Mache-
hevet*. Su. Estone 1 . De. Benedone*, Heriberte 5 , Holebeme*,
Lamesete*, Mammeheve*. Som. Esthain l , Estone 1 , Edmundes-
wor de 1 , Edwinetone 1 , J)unehefde s ,Cantocheheve*. Gl. Estone 1 ,
Esfbroc 1 , Eduuardestori 1 , Suinheve*. Ess. Estorp 1 , Est-
uudam 1 , Benflet*, Edburgetunam 1 , Henies 9 , Brocchesheuot 3 ,
Wa. Estleia 1 , Edricestone 1 , Edburberie 1 , Wilebene*. Li.
Estone 1 , Estorp 1 , JEstorp 1 , Holeben*. Yo. Estone 1 , Estorp 1 ,
fistreding 1 , JEstreding x , ? ^Estane^bi^, Eduuardestorp 7 ,
Edmundrebia 1 .
Lautwert offenbar
Folgende Fälle mit a (Kürzungsresultat?) gehören
wohl gleichfalls hierher:
De. Hanberie 5 (vgl. o. Henberie), Badewei 10 , Bade-
clive 11 . Som. Badeflot 12 . Ess. Hanies 9 (vgl. o. Henies).
? Aderestonei. Li. ? Adredebt 1
Gesondert führe ich die Ortbezeichnung ae. 'löah' auf:
K. Lee. De. Lei; Lege, Leige, Liege. Som. Le#e. Gl.
Lega. Ess. Legam, Leam. Li. Lea. Yo. Lea. — Als Suffix
finde ich das Wort in der Form: -le, -lea, -leam (einmal
Ess. Crawelceam), -lei, -Ida, -lai, -laia, -lie, -lege und -läge.
Die Formen mit g gehen wahrscheinlich auf den Dat.
leage zurück, die Formen ohne g auf Dat. lea (vgl. Siev.
Gramm. 3 § 255 4 u. Anm. 3). — ea ist wohl kein Diph-
thong, sondern ea zu sprechen (mit latein. Endung). Als-
dann deuten die Schreibungen e, ee, ei, ai, ie sämtlich auf
1 east. 2 ear = Ähre. 8 heafod. 4 beam. vgl. B.T. Beamdun,
Beandun, De. 5 Sw. O.E.T. 612 Heanbyrig. 6 Sw. seaÖ = pit,
cistern; pond, lake. vgl. K.O.D. Lämseaftas. 7 ead-. 8 vgl. B.T.
Beamfleot, Ess. 9 ? hean-. vgl. 5. 10 vgl. K.C.D. Reädanweg,
Worc. read = rot. 11 vgl. K.O.D. Reädanclif. « vgl. K.C.D. Reädan-
flöd. In B.C.S. II, 354 finde ich readän ford, Som.; II, 416 radan
forde, Som.; in B.O.S. II, 76 in einer lat. Urkunde 4 in rubro vado'.
13 B.T. Gleaw-ceaster, Glewcsester, Glöucester. 14 vgl. K.O.D-
Swinesheäfod = Swinshead, Li.
Digitized by
— 28 —
monophthongische Aussprache (vgl. Übersicht); in läge ist
Anm. 1. ea vor w zu o in Glouuecestre 13 . Eine derartige
englische Entwickelung ist wohl für 1086 noch nicht an-
zunehmen, vielmehr wird das o franz. Darstellung eines
aw (aus <iaw) vor Konsonanten sein (so Westphal, Engl.
Ortsnamen im Afrz. § 17 II).
Anm. 2. Gl. Sineshovedes 14 ist wohl ein Schreibfehler
für Sineshevodeä.
§ 20. Ae. eo:
a) Entstanden durch Brechung vor r + Konsonant.
Hierfür finde ich stets e:
K. Berchvelle 1 , Cerletone 2 . Su. Berneham*, Bertred-
tone*, Bercham 1 , Berchelie\ Bercheham 1 , Cerletone 2 . De.
Bernardesmore 5 , Cherletone 2 . Som. Berchelei 1 , Cerletone 2 ,
Cerlecume 2 . Gl. Herdeuuic 6 , Berneuude z ,Cernei 1 , Berchelai 1 ,
Cerletone 2 . Ess. Bernestunam*, Bercolt 1 . Wa. ? Herde-
berge, Herdewiche 6 , Bernhangre 3 , Bertanestone, Berminge-
ham 6 , Berchewelle 1 , Cerlecote 2 . Li. Bernulfbi*, Bernodebi 9 ,
Bercheham 1 , Berchetorp 1 . Yo. Bernulf emuic* , Bernebi 9 ,
Berneburg 3 , Bernodebi 9 , Berguluesbi, Berretseige 10 , Berch 1 ,
Berg 11 , Bergetorp 11 .
Das Suffix -beorg erscheint stets als -berg(e) n .
Die Gruppe w + eo begegnet als wo, wu in De. Som.
Wörde; häufig in dem Suffix -worde, -wurde (zu weorpig,
strengws. worpig, spätws. wurpig; vgl. Siev. § 72).
Anm. 1. De. Brictricestone 12 . Gl. Bridvoldesberg 12 . Ess.
Brictriceseia 12 zeigen Metathese des r und Erhöhung des e zu i,
Anm. 2. Li. Carlebi, Carletone, Carltorp; Yo. Carletona,
Carle8more stehen unter altn. Einüuss.
b) Entstanden aus germ. e (i) unter Einwirkung eines
u der folgenden Silbe: nur einmal ist der Diphthong eo
geschrieben in Som. Seovenamentone, sonst findet sich stets e:
Som. Evrecrij 1 *, Sevenehantune. Gl. Beurestane 1 *,
Serenhamtone. Ess. Eurewic 1 *. Yo. Bevrelie 1 *, Eurebi 13 ,
Evrelai 1 *.
vielleicht Kürzung eingetreten.
ff Ja
— 29 —
Auch in: K. Benedestede 15 . Ess. Benetleiam 15 , Bened-
f elda,m 1B . Yo. Benedleia 15 steht e für eo.
1 "beorc = birch. vgl. K.C.D. Beorcham. 2 ceorl. K.C.D
Ceorlatun, häufig. 8 ? beorn. 4 Beorhtred. 5 Beornheard. 6 V gi.
K.C.D. Heordewic, Wa. 7 K.C.D. Ceornei, Berks. 8 Beormingas.
9 Beornoth. 10 Beorhtred. 11 beorg. 12 briht für berht, beorht.
™ eofor. w beofor. « beonet = Binse, vgl. Jell. 269. K.C.D.
Beonotleah, häufig.
§ 21. Ws. eo entstanden durch Palatalvorschlag von
e vor o. Der Palatalvorschlag ist nicht geschrieben, also:
K. Scortebroc. Su. Biseopestone, Soreham. Som. Bis-
copeston, Biscopewrde. Ess. Scortegrauä, Sortegrauam. Wa.
Biscopesberie. Li. Biscopetorp. Yo. Biscopham.
t.-o
§ 22. Ws. eo ist überwiegend durch e wiedergegeben:
K. Prestetun 1 , Fletes 2 , Sudfleta 2 . Su. Prestetune 1 ,
Celrestvis*. De. Celvertesberie*, Depeforde*. Sora. Tfed-
more 5 , Prestetone 2 , Derlege 6 . Gl. Tedboldestun 1 , ? Tebristm* 1 ,
? Tedechesberie 1 ? Tedeham' 1 , Fresteberie 2 , Celflede*, Cel-
fledetorn*, Derhest*. Ess. Celmeresforda*, Derleia 6 , Hac-
■ßet 2 , Benflet*. Wa. Prestetone 2 , Celboldestone 9 , Celverde-
stoehe*. Li. ?Tedulfbi' 1 , ? Tedintone n , Depinge 10 ,Wemflet 2 ,
Yo. We£wan#Aam u , Prestetune 2 , Prestelei 2 , Depedale*,
Fleteham 2 , Strenshale 12 , Steflingefled 2 , Lugufled 2 , Totfled 2 .
Doch findet sich auch die Schreibung eo:
Gl. ? Teodechesberie' 1 , ? Teodeham 1 \ Ceolflede 3 , Celfleode 2 .
Li. J7eo£ 2 .
Der Laut eo ist drittens wiedergegeben durch we, w
(nach Morsbach, Me. Gramm. § 16, anglonorm. Schreibung
für e):
K. Norfluet 18 . De. J?7weta, Flutes 2 . Yo. .AdeZew-
gesfluet*.
* preost-. K.C.D. Preostantün, K. 2 fleoi. 3 ? C eol- 4. dgop.
vgl. K.C.D. Deöpanford, Som. 5 K.C.D. Weodmor, Som. 6 deor.
Tgl. K.O.D. Deorleäh. 7 ? )?eod- » B.T. Beamfleot, Ess. 9 vgl.
K.C.D. Ceolbaldinctün, Hants. 10 zu deop. 11 weod. vgl. 5. 12 Sw.
O.S.T. 621 Streonjes-halch. 13 fleot. Ne. Northfleet.
Digitized by
— 30 —
Anm. 1. eo kommt noch vor in Gl. Freolintune. Wa.
Beoshelle, Li. Heodebi neben tledebi — NameD, über deren
etymologische Grundlage ich nichts weiss.
Anm. 2. ue finde ich noch in Su. Luet (?); Gl. Hues-
berie (?).
§ 23. Ws. ie als i-Umlaut von ea, eo (ausserws. meist e).
Die Schreibung ie ist nicht mehr verwertet. Dafijr
steht :
e: K. Welle 1 , Merseham*, Werde 3 . De. Welle 1 , Welle-
come 1 , Chetelescote*. Som. Welle 1 , Welletone 1 , Cellepvert*,
Chaivert*. Gl. Welleford 1 . Ess. Wellam 1 . Wa. Welei 1 .
Li. Huuelle 1 , Welle 1 , Chetelbi\ Yo. Welle 1 , Welleberge 1 ,
Chetelewelle*, Chetelestorp*.
-welle 1 sehr häufig als Suffix in allen Grafschaften.
i: K. Wilderte 1 . De. Witte 1 , Willedene 1 , Willelande 1 .
Som. Willetone 1 . Gl. Willecote 1 . Ess. Wileiam 1 . Wa.
Wilebec 1 , Wilebene 1 , Wilelei 1 . Yo. Wiltone.
Das Suffix -wille kommt in dieser Form nur in De.
vor, sonst -welle.
Nach der Schreibung ist eine diphthongische Aus-
sprache nicht mehr anzunehmen. Es findet sich in K., im
westl. und mittleren Süden e, vereinzelt i (besonders De.),
im Norden und nördl. Mittelland gewöhnlich e — also
bereits me. Bestand.
Für i im Norden haben wir wohl, wenn Yo. Wiltone
hierher gehört, ws. Zwischenstufe anzusetzen (vgl. § 4).
1 ws. wieU zu weallan. vgl. bei K.C.D. Wyl, Wil, WeUe und
Zusammensetzungen. 2 K.O.D. Mersaham. Bei Sw. O.E.T. unter
3 zu ws.weorÖ, weprÖig mit i-Umlaut. 4 ws. cietel aus *ceatil.
§ 24 a. Ws. ie als i -Umlaut von ea (ausserws. e.
Doch auch im Ws. findet sich e, obwohl seltener).
Ess. Stepla (*staupila. ne. Steeple) regelmässig.
§ 24b. Ws. ie als i -Umlaut von eo (ausserws. eo, io\
doch sind im späteren Ws. nicht umgelautete Formen
häufig).
Digitized by
— 31 —
ie finde ich hierfür nie: der Diptiihorig wird also nicht
mehr gesprochen worden sein. Der Laut ist in dem
ganzen Gebiet wiedergegeben durch e:
K. Newetone, -dene, -cerce, Neutone, Nmcerce. Su.
Neumonasteriü. De. Newentone, Neutone. Söm. Newetofie,
Neuhalle. Gl. Neueton. Ess. Neüport, Neuuham, Neuue-
landam. Wa. Newebold, Neweham. Li. Neuberie, Neutone,
Neuhuse. Yo. Neuueham, -halla, -huswm, -tone, Neuhuse,
Neutun.
Daneben findet sich i ttnd zwar auch auf anglischem
Gebiet! — ws. Vermittelung (vgl. § 4) ?
De. Niwetone. Som. Niwetone. Ess. Niuuetunam,
Niuuelandam. Ql. Niwetone. Wa. Niwehain, Nvwkbold,
Niwetone. Yo. Niwehalle, Niwebolt, Niweham, Niwehusum,
Niweton.
Anm. Su. Niworde, Nitimbreham weisen die kürzere
Form ni- statt niw~ auf, die in Zusammensetzungen ganz
gebräuchlich ist (vgl. Earle, Ch. a. D. S. 466).
§ 25. Sekundäre englische Diphthonge. Aus
hellem Vokal •+■ palataler Spirans haben sich bereits neue
Diphthonge gebildet. Sie sind wiedergegeben durch die
Schreibung di und ei, gelegentlich auch durch e (e ist wohl
nur ungenaue Wiedergabe des gehörten Lautes, man wird
kaum, auf diese Schreibung sich stützend, monophthongische
Aussprache annehmen können).
1. ce -h g > ai, daneben ei und e:
K. Ailesford 1 , Eilesford, Mesford. De. Eilesberge 2 .
fiss.. Eilesforda, Elesfordam.
2. ob 4- g y ai, daneben e:
K. Craie*. Su. Claitune 5 . De. Clehangre*. Som.
Claihelle 5 . Li. Claipol*. Yo. Claiton 5 , Cleton 5 .
3. e + g im Auslaut > ei, ai:
K. Brisewei 6 . De. Farewei, Orrewai, Grenowei, Eadewei,
Witewei. Som. Bradewei, Ascwei, Stalwei. Wa. Radwei,
Bodewei.
— 32 —
4. e -h gn > ei, ai.
De. Teigne 7 , Taigne, Tainer. Li. Gainesburg*.
5. ws. te -f- g (ausserws. e -f- g. Spätws. verdrängen
Formen mit sog. Palatalumlaut vielfach die ältere i-um-
gelautete Form). Hierher gehört das Suffix 4eg (ws). Ich
finde dafür ei, ai, e in allen Grafschaften* z, B. :
De. Bolenei. Gl. Willersei. Ess. Altmai. Li. Partenei,
Partene;
i, ig auf ws., aber auch auf anglischem Gebiet, wo e
zu erwarten — ws. Zwischenstufe (vgl. § 4)?
De. Kari, Mewi, Tori. Som. Cari, Curi, Hursi, Som,
Aäelingi, Ederesige. Gl. ? Tereige. — Li. Colesi, Chelsi,
Dorchesyg. Yo. Torni, Torchesig, Torchesiy.
Anm. Französische Entwickelung liegt in folgenden
Namen vor, in denen sich aus es unter Abgabe eines epen-
thet. i an den vorhergehenden Vokal s ergeben hat: K. Eisse.
De. Aisse^ Aisselie 9 , -ford, -mms/re 10 , Esseminstre i0 . Som.
Aissa 11 , (Aixa n ), Aissebrige, -ford i2 , -cote, Aisecome.
1 K.C.D. ^Eglesford = Aylesford, K. 2 ^Egel. 3 Thorpe, Chr.
Gegnesburh, Li. 4 K.C.D. Craegean = Cray, K. 5 cl£g. 6 weg.
7 Nap.-Stev., Crawf.-Charters S. 57: Tegn, De. 8 K.C.D. Exan, De. =
Exe. 9 Ne. Exeleigh, De. 10 Ne. Axminster, Exminster, De.
11 K.C.D. Axe, Som. = Ax river. 12 Ne. Exford, Som.
Thesen.
i.
Sir Frederick Pollock, English Historical Review,
1896, S. 280, ist im Unrecht mit der Annahme, dass
italienische Schreiber am Domesday Book thätig gewesen
seien.
Hildebrand, Zts. f. rom. Phil., 1884, S. 359, Anm. 1,
behauptet, dass zur Zeit des Domesday Book 'das graphische
Zeichen h noch nicht seine diakritische Funktion zur
Scheidung des palatalen und velaren c ausübte, die es im
Normannischen des 12. Jahrh. übernommen' . Diese Auf-
stellung entspricht nicht den Thatsachen.
Zu Shirleys Drama 'The Sisters 1 Act V, Scene 2, macht
der Herausgeber aus Anlass der Worte:
'Send for a Hon . . he will not hurt the truc
prince 1
folgende Glosse:
'The Hon will not hurt the truc prince. A sneer at
Shakespeare! unnoticed by the commentators\
Meines Erachtens liegt jedoch eine Anspielung auf
Shakespeare nicht vor.
II.
III.
Digitized by
Google
Lebenslauf.
Geboren wurde ich, Max Stolze, Sohn des Kastellans
Friedrich Stolze und seiner Gattin Therese geb. Rossow,
am 31. März 1878 zu Berlin. Ich bin evangelischer
Konfession. Meine wissenschaftliche Vorbildung erhielt
ich auf dem Dorotheenstädtischen Realgymnasium zu
Berlin, das ich zu Michaelis 1896 mit dem Zeugnis der
Reife verliess. Ich widmete mich dann auf der Königlichen
Friedrich -Wilhelms -Universität zu Berlin dem Studium
der neueren Sprachen, verbunden mit dem der neueren
Germanistik und der Philosophie. Im Sommer 1898 ver-
brachte ich studienhalber zwei Monate in Schottland und
England. Je zwei Semester war ich ordentliches Mitglied
des englischen und des romanischen Seminars. Im Laufe
meiner Studienzeit besuchte ich die Vorlesungen und
Übungen folgender Herren Professoren und Dozenten :
Bornhak, Brandl, Dilthey, Harsley, Lasson, Münch,
Pariselle, Paulsen, E. Schmidt, Schultz-Gora, Stumpf,
Tobler, Wagner, v. Wilamowitz- Möllendorff. Am 12. Dez.
1901 bestand ich die Promotionsprüfung.
Allen meinen verehrten Lehrern sage ich an dieser
Stelle meinen aufrichtigen Dank, den ich vor allem Herrn
Professor Brandl schulde für seine Ratschläge und die
Unterstützung, die er mir während meiner Studienzeit
gewährt hat.
1
.>'
I»
i
Digitized by
Google
Digitized by
Google
Digitized by
Google
Digitized by
Google
U. C. BERKELEY LIBRARIES
CÜS11MD3M3
7
Digitized by